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1. Herrenmannschaft 2018/19 - Landesklasse 3

1. Herren 2018/19
Hintere Reihe von links: Robert Dreyer, Daniel Brunke, Martin Ilsmann, Fabian Dilge, Hannes-Willy Grzenda
Mittlere Reihe von links:
Trainer André Linzert, Mannschaftsbetreuer Lars Hanisch, Georgie Todorov, Michel Rzehaczek, Sören Dannenberg, Christian Reimann, Stefan Mohr, René Jahn, Teammanager Andreas Beusse
Vordere Reihe von links: Till Breitenbach, Philipp Charwat, Leon Thiepold, Philipp Beisch, Denny Herzberg, Felix Dilge
Es fehlen: Sebastian Stadler, Vincent Willenius, Eric Mann, Sebastian Nowack, Julian-Michel Reschke, Jan-Marcus Reschke, Tobias Lang, Marcus Behrens

 


Landesklasse 3

Sonntag, 16.09.2018 - 14:00 Uhr

Germ. Wulferstedt - BW Schwanebeck 1 : 0 (0:0)

16.09.2018 - Von Stefan Grimbach

Sebastian Stadler (links) drückt den Ball noch zur Flanke herum, bevor Schwanebecks Jonas Breitenbach etwas ausrichten kann. In der Schlussphase drängte Wulferstedt auf das 2:0 Fotos: Ottfried Junge

Wulferstedt mühte sich im Lokalderby gegen den Ortsnachbarn zu einem knappen 1:0-Erfolg. Es war eine der schwächeren Leistungen der Linzert-Elf. Alles entscheidend sind aber die drei Punkte, die angesichts der Chancenvorteile auch verdient waren. Vorher zweimal schön gespielt ohne viel Ausbeute, war jetzt eben mal ein dreckiger Sieg fällig.

Wulferstedt konnte bis auf den verletzten Dreyer aus dem Vollen schöpfen. Zusammen mit dem eindeutigen Fokus, gegen Schwanebeck den ersten Saisonsieg einzufahren, nicht die schlechtesten Voraussetzungen. Im Spiel regierte dann aber Kampf und Krampf. Bei den Gästen war zu erwarten, dass sie ihre Chance im körperbetonten willensstarken Einsatz suchen würden. Die Germanen ließen sich dieses Spiel aufzwängen. Ohne die eigenen Stärken durchsetzen zu können, wurde im letzten Drittel oft zu umständlich agiert und vieles dem Zufall preisgegeben. So blieben echte Torchancen für Wulferstedt noch Mangelware bzw. waren gerade in der ersten Halbzeit von Einzelaktionen abhängig. Echter Spielfluss wollte nicht aufkommen. Ganz extrem war das in den letzten zehn Minuten vor der Pause, als das Spiel häufig unterbrochen war. Ein Aufreger war das Foulspiel des herausstürzenden Keepers Qaderi am sich den Ball vorbeilegenden Sebastian Stadler genau an der Strafraumgrenze. Der Torhüter bekam die gelbe Karte, weil wohl noch ein Mitspieler auf gleicher Höhe hätte eingreifen können. Der viel versprechende Freistoß genau am Sechzehner wurde straff in die Mauer geschossen (43.).

Denny Herzberg zieht einem Abwehrspieler davon und nimmt Kurs aufs gegnerische Tor. An ihm wurde der Strafstoß ausgelöst, der schließlich vergeben wurde.

In der zweiten Halbzeit war Wulferstedt um ein besseres Niveau bemüht. Zwischen jetzt immer wieder schön vorgetragenen Spielzügen mischten sich aber immer noch zahlreiche Fehlpässe. Die bis dahin beste Kombination lies Stadler plötzlich ganz frei vor Qaderi auftauchen, doch aus spitzer werdendem Winkel schoss er wuchtig über das Tor (48.). Auf der Gegenseite wischte Beisch einen Kopfball von Dries Barner über die Latte (50.). Durch Zufall prallte der Ball genau im richtigen Moment in den Laufweg des links frei durchlaufenden Jahn. Der zog aus dem Lauf ab, doch auch hier fehlte der magische Schluck Zielwasser (52.). Als sich der bereits eingewechselte Herzberg geschickt vor den Verteidiger schob und im Laufduell von hinten einen Stoß bekam, fiel er und Schiedsrichter Reider entschied auf Strafstoß. Kapitän Martin Ilsmann übernahm die Verantwortung, konnte aber vom Punkt aus den glänzend reagierenden Qaderi nicht überwinden (72.). Sollte es wirklich keinen Sieger in einem 0:0-Spiel geben? Wulferstedt wehrte sich mehr gegen diesen Eindruck und wurde belohnt. Ein Eckstoß von René Jahn kam wie gemalt für Daniel Brunke. Der konnte am langen Pfosten schön Maß nehmen und köpfte den Ball wuchtig in den Winkel zum gefeierten 1:0 (74.). In der Schlussphase wurde es wieder aufregend. Wulferstedt drängte auf das 2:0. Als es im Gäste-Strafraum brannte und der bereits geblockte Ball genau vor dem Fuß von Ilsmann liegen blieb, wollte dieser ihn aus sechs Metern reinschießen. Ein auf dem Boden liegender Spieler klärte diesen Schuss mit der Hand. Diese Aktion wurde zum Entsetzen der Germanen nicht gepfiffen. Ein Flachschuss von Jahn aus 20 Metern lenkte Qaderi noch um den Pfosten (86.) und eine Eingabe von Stadler fast von der Grundlinie segelte genau zwischen den Pfosten über der Torlinie entlang , Herzberg verpasste den Ball am zweiten Pfosten knapp (88.). Aufgrund der Vorteile in der zweiten Halbzeit ein verdienter Sieg der Germanen, die nach zwei achtbar bespielten Schwergewichten in der Liga und zwei Siegen gegen Landesklassisten im Pokal jetzt von einem gelungenen Saisonstart sprechen können.

Wulferstedt: Beisch – Ilsmann, Dilge Brunke, Grzenda (60. Mann), Charwat, Rzehaczek, Breitenbach (46. Herzberg), Stadler, Reimann (83. Behrens), Jahn

Tor: 1:0 Brunke (74.)

Schiedsrichter: Dirk Reider, Friedrich Lorenz, Thomas Pröttel

Zuschauer: 162

 


 


 


 


 


 

 

Tore: 1:0 Jakobs (4.), 1:1 Ilsmann (17.)